Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot

2.1.12 Zitat 1 aus Dezentralisierung: Fragen und Antworten Auf die Frage: „Gibt es ein sinnvolles Maß für die Festlegung von Arbeitszeiten?“ antwortet Gerd Zeitler.:
„Die Frage, wie viel wir arbeiten sollten, muss sich an unserem Anspruch an den produktionstechnischen Fortschritt, insbesondere an dessen sozialer und ökologischer Qualität orientieren. Die Arbeitszeiten ergeben sich dann, unter dem erforderlichen Gesichtspunkt wirtschaftlichen Gleichgewichts, automatisch aus dem jeweiligen Produktivitätsniveau. Bei steigender Produktivität müssen die Arbeitszeiten verkürzt und/oder die Löhne erhöht werden, um die Wirtschaft im Gleichgewicht zu halten. Die dazu notwendige Freiheit, über unsere Wirtschaftsordnung unabhängig zu entscheiden, können wir nur gewinnen, indem wir uns dem globalen Verdrängungswettbewerb verweigern und unsere Binnenstrukturen und Außenbeziehungen autonom und souverän gestalten. Das ist die absolut unbedingte Voraussetzung, um die Arbeitsnachfrage und das Arbeitsangebot zur Deckung zu bringen – also Vollbeschäftigung herzustellen – und um die Arbeitszeiten bei steigender Produktivität sinnvoll verkürzen bzw. die Löhne erhöhen zu können.“
Bei dieser Quelle ist Vollbeschäftigung ein Muss und es geht u.a. nur darum, die Bedingungen hierfür einzufordern. Heute ist eine Bedingung, dass ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Arbeit herrscht. Die gleichzeitige Forderung nach einer Wettbewerbsverhinderung ist interessant, gehört aber in einen größeren Zusammenhang, wie er im Kompendium behandelt wird.

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Ein Gedanke zu “Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot

  1. Ich sage mit meinen Worten „Nichts ist perfekt, und solange nichts perfekt ist, haben wir alle genug zu tun.“
    Es herrscht naturbedingt ein Überangebot an Arbeit. Die Biologie sorgt mit Werden und Vergehen dafür, die Physik mit Reibung und Entropie. Hinzu kommen die Bedürfnisse der Menschen. Nur fehlt bei den meisten dieser Arbeits-Angebote das Lohn-Angebot.
    Was immer eine Mutter im Beruf verdient, wenn sie den Haushalt und die Kinder versorgt, führt sie neben dem Beruf Tätigkeiten im Wert von monatlich über 6000 Euro aus, die keiner bezahlt.
    Personal wird abgebaut und ohne Lohn werden Mehrarbeit und Krankheitsvertretungen den Verbleibenden aufgebürdet. Da bleibt vieles auch unerledigt, worunter wir alle leiden.
    Ehrenamtliche übernehmen Dienste, die anständig verwaltet und bezahlt gehören.
    Ein sogenanntes Arbeitsamt könnte unerledigte Arbeit ohne Ende ständig an Suchende verteilen.

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