Grundrecht auf Arbeit

4.1.12 Ein Zitat aus Bedingungsloses Grundeinkommen.
In dem Kapitel wird gegen ein BGE argumentiert.
In dem Zitat wird für das Recht auf Arbeit plädiert, ganz wie es die eLeW auch vertritt:
„Prinzipiell gilt: So wie das Wirtschaftsleben Teil des kulturellen Lebens ist, so ist das Grundrecht auf Arbeit Teil der Menschenwürde und kann nicht relativiert und anderen Rechten untergeordnet werden. Diesem Recht, das sich in Vollbeschäftigung konkretisiert, muss in einer zukunftsfähigen Wirtschaftsordnung absoluter Vorrang eingeräumt werden. Die Erwerbsarbeit ist also keineswegs ein Auslaufmodell. Ganz im Gegenteil: Gerade sie entspricht den in Industriegesellschaften so schwer zu erfüllenden Forderungen nach Humanität, besonders wenn sie – im Rahmen einer zukunftsfähigen Familienpolitik – auch als Voraussetzung und Komplement der häuslichen Kindererziehung und Altenpflege verstanden wird.“
Das Zitat erinnert zweimal mit dem Adjektiv zukunftsfähig daran, worum es geht: Um die Zukunft. Wirtschaftsordnung und Familienpolitik sind den Regierenden und uns als Souverän und nicht der profitorientierten Wirtschaft anvertraut.

Advertisements

3 Gedanken zu “Grundrecht auf Arbeit

  1. Die Würde als Terminus ist bis heute nicht eindeutig definiert. Bitte belegen Sie mir, dass (Erwerbs-)Arbeit ein Teil von Menschenwürde ist. In einer arbeitsteiligen wie immer stärker automatisierten Gesellschaft. Ein EINKOMMEN ist Teil der Menschenwürde, denn nur dieses erlaubt den Zugang zu Nahrung, Wasser, Wohnraum, Energie, Bildung, Mobilität und gesellschaftlicher Teilhabe.

  2. Wegen der Würde/Menschenwürde steht passend bei der Wikipedia über den Menschen, „…dass seine Würde gottgegeben und nicht verlierbar ist. Sie komme jedem Menschen als solchem zu und sei mithin unabhängig von Lebensumständen oder Verhalten.“ Da spielt auch die Gleichheit aller Menschen mit hinein.
    Wegen der Belege richte ich eine Seite hier ein und lasse alle Besucher zu Wort kommen.
    Aber drücken kommt nicht in Frage: Auch in einer arbeitsteiligen und immer stärker automatisierten Gesellschaft geht die Arbeit nicht aus. So wie jetzt schon, wo leider allzuviel liegen bleibt. (Abgebautes Personal im Krankenhaus führt zu einer geschrumpften Versorgung durch das nun überlastete Restpersonal, nur mal ein Beispiel.)
    Die meisten Menschen definieren sich durch das, was sie vorzeigen können. Da hilft ein Einkommensgeschenk gar nichts, ein Einkommenserwerb aber sehr viel und stützt die Würde.

  3. Ich unterstreiche das. Der Baumwollpflücker hat für mich Würde. Sein ausbeutender Farmbesitzer, der von der Arbeit der Pflücker seinen Cadillac finanziert, hat weniger davon, und seine klavierspielenden Kinder auch nicht. Aber die Kinder, des Baumwollpflückers, die mithelfen müssen, schon.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s