Keynes

27.1.12 Zitate können sinnentstellend sein, wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen werden. Im Blog heute wird im Interview „Paul Mattick Jr.: Die Wirtschaftskrise – Fakten und Fiktionen“  der britische Ökonom John Maynard Keynes zitiert. Jedoch nur, um es im Beitrag sofort als falsch darzustellen. Das Zitat: „…fiel Keynes auf eine Version der Theorien des frühen 19. Jahrhunderts zurück. Sein Gedanke war folgender: Wenn die Kapitalistinnen und Kapitalisten unfähig oder aus verschiedenen psychologischen Gründen nicht gewillt sind, die sozialen Ressourcen auszuschöpfen, um Vollbeschäftigung zu schaffen (und damit den vollen Gebrauch der natürlichen und menschlichen Ressourcen sicherzustellen), dann soll die Regierung eingreifen und die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen.“
Ein langes Interview, aber für die Auswertung hier nicht ergiebig. Es bleibt bei 10:10.

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Ein Gedanke zu “Keynes

  1. Sobald zum Überleben gehört, Fehlendes und Notwendiges sich von Mitmenschen zu holen und im Austausch, was ich habe, zu bringen, fängt Wirtschaft an. Wir alle müssen wirtschaften, wir alle brauchen uns. Wenn Robinson auf sich allein gestellt im Austausch mit oder in Ausbeutung von Natur überlebt, dann scheitert er schon bei schwerer Krankheit. Wir sind Teil von Gesellschaft und leben besonders gut, wenn arbeitsteilig sich jeder optimal einbringen kann. Das interessiert aber die Wirtschaft nicht. Da geht es um Profit und shareholder value. Dabei kann als Gewinn für alle herauskommen, dass Firmen sich optimal einbringen. Hierfür lohnt sich staatliche Unterstützung, die beim Abschwung bis zu staatlicher zusätzlicher Nachfrage reicht. Eine Theorie hierzu ist der Keynesianismus. Zitat aus der Wikipedia: „Mit dem Stabilitäts- und Wachstumsgesetz aus dem Jahr 1967 gab sich die Bundesregierung unter Wirtschaftsminister Karl Schiller die Aufgabe der Feinsteuerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Die konkreten Ziele waren eine reale Zuwachsrate des Sozialprodukts von 4%, eine Arbeitslosenquote von unter 0,8% und eine Inflationsrate von unter 1%. Hintergrund der Vorstellung war das Politikkonzept der Globalsteuerung. Diese Konzeption glaubte mithilfe keynesianischer Wirtschaftspolitik die volkswirtschaftliche Entwicklung von Konjunkturschwankungen unabhängig machen zu können.“ Diese Ziele wurden erreicht und mit der ersten Ölkrise aus den Augen verloren. Wir sind alle Wirtschaft und alle Staat. Das muss sich doch nicht mit Theorien und Gegentheorien sondern praktisch unter einen Hut bringen lassen.

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