Kurzarbeit

10.4.12 Seite 4, Wege zur Vollbeschäftigung, Abschnitt 2, Gründe für die Beschäftigungserfolge, aus dem Essay von  Thomas Straubhaar

In Teilen hat während der Rezession 2008/2009 auch die staatlich geförderte Kurzarbeit zur Stabilisierung der Beschäftigung beigetragen. Darüber hinaus wurden aber auch „atmende“ Arbeitszeitkonten genutzt, die in guten Zeiten Überstunden und in schlechteren Tagen ein Abbummeln ermöglichen.
Hierzu gibt es seit 2006 das Gesetz zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung, beruhend auf den Erfahrungen mit dem Schlechtwettergeld des Baugewerbes. Die Kurzarbeit hat gegriffen. Es wurden Jobs über die Krise gerettet, die Arbeitgeber von Lohnkosten entlastet, die betroffenen Arbeitnehmer hatten rund 1/3 weniger Geld zur Verfügung und die Allgemeinheit erhielt 2/3 der Kosten aufgebürdet. Leider hat das nichts mit ganzjähriger Beschäftigung zu tun, wie ehedem beim Schlechtwettergeld. Die Tendenz zu Zeitarbeitjobs ist ungebrochen. Wege zur Vollbeschäftigung wären die Kombination von Winterdienst und Gartenbaubetrieb oder die Produktion für den Export und die Produktion für den Binnenmarkt in einer Hand. Hierzu, zum Ausgleich der Schwankungen, müssten die Unternehmen „verführt“ werden. Und nicht durch die Kurzarbeit angeregt werden, die Vorteile als Preisdruck in den (globalen) Wettbewerb zu leiten. Da verlieren am Ende alle. Kurzarbeitergeld (und Kombilohn) führen nicht zur Vollbeschäftigung.

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